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30.11.2003
Stiftung Warentest und BIK testeten die Zugänglichkeit von CD-ROM-Lernsoftware

Ob es sich um den Erwerb einer Fremdsprache oder um einen EDV-Kurs handelt: CD-ROM-Lernsoftware bietet enorme Vorteile: Sie ist weitaus günstiger als der Besuch eines Seminars und die Lerneinheiten können flexibel eingeteilt werden.
Die Stiftung Warentest überprüfte zwei verschiedene CD-ROM-Lernsoftware-Produktgruppen:

  1. Lernsoftware für Microsoft-Office-Produkte wie Word oder Outlook
  2. Lernsoftware für Wirtschaftsenglisch

Geprüft wurde neben Softwareergonomie oder dem didaktischen Aufbau der Lerneinheiten auch die Zugänglichkeit für behinderte Anwender.
Die Prüfung der Zugänglichkeit wurde in enger Kooperation mit BIK durchgeführt.

Und das Ergebnis war alles andere als erfreulich:
Unter den getesteten Fremdsprachen-CD-ROMs war für blinde und sehbehinderte Nutzer sowie Menschen, die ohne Maus arbeiten, kein einziges bedienbares Produkt zu finden. Bei der zweiten Produktgruppe sah es nicht besser aus: Viele der Office-CDs vermitteln die Lerninhalte in Form von Video-Workshops - Vollblinde und Hörbehinderte können diese Lernkonzepte nicht nutzen, es sei denn, es gäbe Audiodeskritionen zu den Videos bzw. für Hörbehinderte entsprechende Untertitel. Das war nicht der Fall. Aber auch die Produkte, die nicht als Videoworkshop konzipiert waren wiesen erhebliche Mängel auf.

Unser Fazit: Das Thema Barrierefreiheit steckt für CD-ROMs im Vergleich zu Internetseiten noch sehr viel stärker in den Kinderschuhen. Doch gilt die BITV auch für CD-ROMs. Das scheint vielen Verantwortlichen aber noch nicht bekannt zu sein.

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