Seit 1996 wird er jedes Jahr an eine herausragende Multimedia-Lösung verliehen: Der Deutsche Multimedia Award (DMMA).
Bei der diesjährigen Verleihung im Juni 2003 haben die Veranstalter (v.a. der Deutsche Multimedia Verband, dmmv) erstmals auch auf das Thema Barrierefreiheit reagiert. Gemeinsam mit BIK wurden die Seiten der Anwärter auf den Preis hinsichtlich ihrer Zugänglichkeit für behinderte Menschen getestet.
Das Ergebnis war eher ernüchternd: Erhebliche Barrieren, wie etwa keine Alternativ-Texte für Grafiken, feste Schriftgrößen oder schlecht gewählte Kontraste, treten bei allen Anwärtern auf. Bei den unteren Plätzen handelt es sich darüber hinaus um Flash-basierte Internetauftritte. Sie sind mit Hilfsmittel nicht oder nur sehr eingeschränkt lesbar.
Nicht eine von den zehn Kandidaten kann als barrierefrei bezeichnet werden. Dabei schnitt der Auftritt Östlich der Sonne, eine Produktion des WDR, noch am besten ab. Auch die beiden folgenden Plätze mit den Auftritten UBS sowie das Gebrauchtwagenportal Mobile erhielten lobende Erwähnungen. Diese drei erfüllten immerhin 65 bis 75 Prozent der Checkpunkte im Test. Mit den gängigen Hilfsmitteln sind sie demnach gerade noch handhabbar.
Insgesamt zeigt unser Ergebnis, dass Barrierefreiheit im Internet für die Nominierten ein noch unbekanntes Terrain ist. Das könnte sich in Zukunft aber ändern: Der dmmv wird seine Kooperation mit BIK fortsetzen. Im nächsten Jahr wird das Thema Zugänglichkeit in die Auswahlkriterien für den DMMA mit eingebunden sein. Im Gegensatz zum diesjährigen Award wird Barrierefreiheit nächstes Jahr ein fester Bestandteil des DMMA sein, über den die Bewerber auch schon im Vorfeld informiert sein werden.
Im Test hat BIK ein auf den Richtlinien der BITV basierendes Testinstrument eingesetzt. Es handelt sich um eine mittlerweile nicht mehr aktuelle Vorläuferversion des BITV-Kurztests.
Letzte Änderung: 12.11.2003 | © 2004-2007 DIAS GmbH | Impressum | Barrierefrei