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Test der Woche vom 07.06.2005
wien.at

Nach dem InfoNetz Ahlen prüfen wir heute ein weiteres Stadtportal: wien.at.

Abbildung der Startseite von wien.at

Barrierefreiheit ist bei den Betreibern offensichtlich schon länger ein Thema. Auch im Rahmen eines im Mai vollzogenen Relaunchs zum 10-jährigem Bestehen wurde an der Zugänglichkeit gearbeitet.

Die gesamte Website ist riesig: Diverse eigenständige Projekte und Portale sind integriert, von insgesamt 44.000 Seiten ist die Rede.

Die Startseite zeigt (wie die meisten Verteilerseiten) ein vermutlich im Zuge des Relaunchs neu eingeführtes Navigationskonzept mit Breadcrumb. Auf älteren Seiten gibt es teilweise andere Orientierungshilfen.

Wir haben uns neben der Startseite ein Formular zur Beantragung eines "Parkpickerls" und eine Textseite mit Informationen zu Arbeitsintegrationshilfen angesehen. Diese beiden Seiten sind (wie fast alle Seiten mit Inhalten) nur oberflächlich an das neu eingeführte Design angepasst worden.

Positiv aufgefallen sind uns unter anderem:

  • Die Verwendung von Strukturelementen für Überschriften, Listen und Absätze, der Einsatz des fieldset-Elements zur Gliederung von Formularen
  • Die gute Tastaturbedienbarkeit: Die aktuelle Position des Fokus wird hervorgehoben und versteckte Sprunglinks werden im Fokus sichtbar
  • Die vorbildliche Auszeichnung von fremdsprachigen Wörtern

Alle drei getesteten Seiten sind für sich genommen gut zugänglich. Die Formularseite fällt vielleicht etwas ab - hier wurde die Hauptsprache nicht angegeben, der Quellcode validiert nicht und enthält veraltete Elemente und Attribute.

Gravierendere Mängel des Webangebots betreffen aber nicht spezielle Seiten, sie liegen im Bereich der Navigation und Orientierung:

  • Es gibt keine Sitemap
  • Der Breadcrumb-Pfad fehlt auf zahlreichen Seiten
  • Der aktuell gewählte Bereich wird im Menü nicht hervorgehoben
  • In Hinblick auf Dokumenttitel ist kein einheitliches Schema erkennbar

Die Bereiche des Webangebots überschneiden sich: Wer zum Beispiel im Bereich "Wohnen" auf "Obdachlosigkeit" klickt, landet auf einer Seite des Hauptbereichs "Soziales". In Verbindung mit der uneinheitlichen, teilweise nicht vorhandenen Anzeige der aktuellen Position im Webangebot führt das dazu, dass man sehr schnell die Orientierung verlieren kann.

Dem neuen Navigationskonzept ist dies allerdings wohl nicht anzulasten. Es ist erst in Teilbereichen umgesetzt, daher ist das Testergebnis mit 90 Punkten vorerst "nur" gut.

Getestet von: Susanne Lutz, BIK-Beratungsstelle Berlin
Internetadresse: http://www.wien.at
Testergebnis: 90 von 100 Punkten

Getestete Webangebote anderer Städte:


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