Auf dieser Seite sind die Ergebnisse der einzelnen Testabschnitte zusammengefasst:
Das Prinzip "Wahrnehmung" basiert auf dem Grundsatz, dass "alle Funktionen und Informationen in einer Form zu präsentieren sind, die von jedem wahrgenommen werden kann - mit Ausnahme der Aspekte, die nicht in Worte gefasst werden können."
Wesentlich für jeden Zugang zu Webinhalten ist also die Möglichkeit des Benutzers, Inhalte in einer für ihn wahrnehmbaren Form zu erhalten. Dazu zählt die Beschriftung von Grafiken gleichermaßen wie etwa die korrekte Positionierung von Bezeichnungen für Formularfelder.
Die von BIK getesteten Datenbanken haben die Bedingungen dieses Prinzips in vielen Punkten nicht erfüllt.
Das Gesamtergebnis belegt jedoch nicht, dass die Datenbanken für Behinderte nun gänzlich nicht wahrnehmbar sind. Dank einer text-orientierten Inhaltsbereitstellung, bei der auf komplexe Animationen verzichtet wird, werden viele vermeintliche Barrieren gar nicht erst aufgebaut. Es zeigt sich allerdings bei sehr grundsätzlichen Anforderungen, wie etwa der vollständigen Betitelung von Bildern und Grafiken, dass Barrierefreiheit beim Aufbau der Datenbanken nicht im Vordergrund stand.
Testdetails: Wahrnehmbarkeit - Welche BITV-Bedingungen wurden hier geprüft?
Das Prinzip "Bedienbarkeit" zielt darauf ab, dass "alle Inhalte in der Benutzeroberfläche von jedem bedient werden können." Diese Anforderung wirkt sich sowohl auf blinde und sehbehinderte Personen, die Schwierigkeiten mit der Augen-Hand-Koordination von Eingabegeräten haben, als auch auf Personen mit körperlichen Behinderungen, die Zeigegeräte nicht genau bedienen können, aus. Auch Personen mit Sprach- und Lernschwierigkeiten, die eine Spracheingabe heute oder in der Zukunft verwenden möchten, bezieht die Anforderung mit ein.
Die getesteten Datenbanken weisen in punkto "Bedienbarkeit" eine Zweiteilung auf. Acht Datenbanken erfüllen die Anforderungen dieses Prinzips, dass heißt, sämtliche Gruppen von Menschen mit Behinderungen können die Benutzeroberflächen bedienen. Bei den weiteren sechs Datenbanken hapert es allerdings vor allem an der geräte- (bzw. software-) -unabhängigen Bedienung.
Testdetails: Bedienbarkeit - Welche BITV-Bedingungen wurden hier geprüft?
Hinter dem Prinzip der Navigierbarkeit steht die Forderung, "eine inhaltsbezogene Orientierung und Navigation zu schaffen."
Wichtig
für die effektive Nutzbarkeit von Webinhalten ist also die Fähigkeit,
sich auf einem Webangebot zu bewegen, zu orientieren und diese
Orientierung auch beizubehalten.
Insgesamt konnten die Weiterbildungsdatenbanken die Prüfpunkte dieses Prinzips wenig erfüllen. Zwei Datenbanken scheren dabei besonders aus, weil hier entweder die Suchmaske oder das Ergebnis einer Suche nach Weiterbildungskursen in einem Pop-up-Fenster dargestellt wird. Dass die restlichen zwölf Datenbanken auf die Pop-up-Technologie verzichten, hebt das Gesamtergebnis etwas an.
Handlungsbedarf besteht vor allem bei der Nutzung von strukturierenden Elementen wie Überschriften oder Listen oder der korrekten Auszeichnung von Elementen in komplexen Datentabellen, welche für die Orientierung und Navigation äußerst wichtig sind.
Testdetails: Navigierbarkeit - Welche BITV-Bedingungen wurden hier geprüft?
Dieses Prinzip begründet sich in der Anforderung, dass "alle Inhalte und Steuerelemente möglichst verständlich sind."
Berücksichtigt
werden müssen die unterschiedlichen Hintergründe und Erfahrungen, die
die Nutzer mitbringen. Die Verwendung von Sprache, bildlicher
Darstellung und Konzepten, die vermutlich bekannt sind, die
Hervorhebung der Unterschiede und Ähnlichkeiten der Konzepte sowie die
Bereitstellung von Erklärungen zu ungewöhnlichen Begriffen können dazu
beitragen, die Verständlichkeit zu erhöhen.
Auch die Möglichkeit, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen und zu behalten, wird in das Prinzip "Verständlichkeit" einbezogen.
Die Verpackung der Inhalte in eine verständliche Sprache stellen alle Datenbankenanbieter sicher. Bei der Gewährleistung eines schnellen Überblicks über den gesamten Webinhalt gehen die Ergebnisse teilweise aber weit auseinander. Dies lässt sich daraufzurückführen, dass die Bereitstellung einer Überblick verschaffenden Sitemap keine Selbstverständlichkeit zu sein scheint.
Insgesamt erfüllen drei Anbieter alle Prüfpunkte dieses Prinzips. Zwei Datenbanken weisen erhebliche Defizite auf und alle anderen befinden sich eher "im Mittelfeld".
Testdetails: Verständlichkeit - BITV-Welche Bedingungen wurden hier geprüft?
Die "Robustheit der Technik" zielt darauf, dass "Web-Technologien verwendet werden, die die Darstellungsfähigkeit von Inhalten in heutiger und zukünftiger Zugangssoftware maximal ermöglichen und gleichzeitig ältere Technologien nicht ausschließen (Rückwärtskompatibilität)".
Dieser Aspekt ist eher technischer Natur und spricht den Einsatz verfügbarer und zugänglicher Standards an. Die Verwendung von HTML zur Strukturierung von Informationen und Style-Sheets (CSS) für Layout und Formatierung ist ein Aspekt davon, aber auch weitere Technologien wie Multimedia können entsprechend den Standards eingesetzt werden, damit jegliche Zugangssoftware sich auch danach "richten" kann. Nur wenn öffentlich dokumentierte technische Standards umgesetzt werden, kann eine weitestgehende Barrierefreiheit überhaupt erreicht werden.
Der Verzicht auf dynamische Inhalte durch scripte etc. (wie etwa Flash) spielt für fast alle Datenbanken keine Rolle, was dem Grad der Barrierefreiheit in diesem Punkt zu Gute kommt. Die besonders wichtige Bedingung 5.1. zum "Einsatz von Technologien entsprechend ihrer Spezifikation", kann allerdings von vielen Datenbanken überhaupt nicht, und bei allen anderen nur geringfügig erfüllt werden. Das führt insgesamt zu einer Abwertung des Gesamtprinzips "Robustheit der Technik".
Testdetails: Robustheit der Technik - Welche BITV-Bedingungen wurden hier geprüft?
Letzte Änderung: 16.11.2004 | © 2004-2007 DIAS GmbH | Impressum | Barrierefrei